Meine Geschichte

Heute arbeite und wohne ich auf St. Pauli. Ich male meine Motive mit dem Herzen auf Materialien die andere wegwerfen.

Die Geschichte meiner Kunst

2010 habe ich begonnen in einer Maltherapie mit Wachsmalstiften einfach drauf los zu malen. Dabei sind auch liebevolle Tiermotive entstanden, die schließlich seit 2006 in einem Laden auf St. Pauli »Rosenblatt und Fabeltiere« http://www.rosenblatt-und-fabeltiere.de/ auf Babybekleidung verkauft werden.

Eine Therapeutin überzeugte mich, auch eigene Motive zu malen. Ich kam auf die Idee auf alten Obstkisten zu malen, die in Hamburg mit großen Erfolg ankommen.

Ich experimentiere auch mit Fotografien. Dabei interessiert mich vor allem das bunte Treiben im Hamburger Hafen und auf St. Pauli.

Mein Talent ist nicht unentdeckt geblieben und seit 2013 unterstützt mich die Hamburger Arbeitsassistenz dabei als Künstler groß raus zu kommen.

Einen tollen Eindruck von mir bekommt man in einem kurzen Video des lokalen Senders Tide TV.
http://www.youtube.com/watch?v=U9KZ2-m0kxQ


Hier ein Beitrag von noa4 - "Café Liquid" vom 04.03.2016:


Geboren in Bremervörde

am 6. Oktober 1967

 

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Lebenslauf

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Mit 16 bin ich zu Hause ausgezogen und habe in der Fußgängerzone in Wandsbek Socken verkauft, aus langen Reihen aufeinander gestellten, großen Bananenkartons.

 

Später bin ich nach Frankfurt getrampt. Dort habe ich einen Bekannten in einer Autobahnraststätte getroffen, der ebenfalls nach Frankfurt wollte. Der hat mich zu seinem Großhändler gebracht. Ein indischer Modeschmuck-Großhändler, dem ich sympathisch war. Zu Dumpingpreisen habe ich auf großen Seidentüchern Berge von Modeschmuck verkauft und bin dabei von den Frauen eingerannt worden.

 

Um der Wehrpflicht zu entgehen, bin ich nach Berlin gegangen, um meinen Wohnsitz anzumelden.

In Berlin bin ich dann jemanden gefolgt, einfach durch die Grenze durch, von West nach Ost.

Ich dachte, dass das Raumschiff Enterprise mich hochbeamen wollte. Das hat ja nicht geklappt.

Dann habe ich bei jemanden übernachtet. Am nächsten Tag auf dem Alexanderplatz habe ich das beste Bier meines Lebens getrunken. Marke unbekannt.

Ich wollte wieder zurück nach Westdeutschland. Dann totaler Blackout. Als ich wieder bei mir war, bin ich auf Bahnsteigen herumgeklettert. Dann kam die Polizei: "Psychiatrie oder Gefängnis !"

Ich kam in die ostdeutsche Psychiatrie, kurz vor der Wende. In die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, im Berliner Volksmund als Bonnies Ranch bekannt.

 

Zur Zeit der Tschernobyl-Katastrophe, glaubte ich der dritte Weltkrieg geht los und hatte einen Suizidversuch, weil ich von den Medikamenten noch benebelt war.

In einem verdunkelten Einzelzimmer war mein einziges Highlight, dass jemand abends mit einer Tasse Pfefferminztee zu mir gekommen ist. Meine Füße mussten heilen nach dem Suizidversuch.

 

Nach dem Mauerfall bin ich dann nach Hamburg gekommen, wo mir geholfen wurde. Die Maltherapie spielte dabei eine wichtige Rolle für mich.

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 Stationen

 

1983–1989

 

  Hamburg

  Frankfurt am Main

  Berlin

  Ostberlin

 

1989

  Hamburg

 

2010 bis heute
Seit der Maltherpie beschäftige ich mich mit meiner Kunst. Meine Bilder verkaufe ich in Fußgängerzonen.

Sven Rosé

Tel. 0175 37 06 114

lieber.sven@t-online.de



Sven bei den Schlumpern:

Sven auf der Straße:


Sven im Jungen Hotel: